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Von den Küchenchefs der Culinary Fachberatung Schweiz #chefs365

Soja wird seit über 9'000 Jahren angebaut und wurde in China lange als Notwendigkeit zum Überleben angesehen. Heute ist es das meist verbreitete Gemüse auf der Erde und kommt in den verschiedensten Formen daher, zum Beispiel Tofu, Soja-Milch, Miso, Edamame und Tempeh. 100 Gamm rohe Sojabohnen enthalten unglaubliche 38 Gramm Protein, was vergleichbar mit Schweinefleisch ist und drei Mal mehr als ein Ei hat. Tatsächlich liefert Soja mehr Protein per Hektar als jede andere Ernte. Ebenfalls beinhaltet es Vitamin K und B zusätzlich zu bemerkenswerten Mengen an Eisen, Magnesium, Phosphor, Kalium, Zink und Ballaststoffen. Diese Nährwerte machen es zweifelslos zu einem Superfood.

Obwohl es eine solche Nährstoff-Bombe ist, werden ¾ des produzierten Sojas als Tierfutter verwendet und nicht direkt in unsere Ernährung eingebaut. Es braucht vergleichbar relativ viel Soja ein Tier zu füttern, um dafür ein Stück Fleisch zu bekommen. Dies unterstreicht die Ineffizienz in unserem Ernährungssystem.

Die momentane und vorhergesehene Zunahme des Fleischkonsums stellen uns vor grosse Herausforderungen bei der nachhaltigen Soja-Produktion. Der Anbau von Soja-Bohnen kann zu Abholzung führen, was weiter zur Zerstörung von natürlichen Ökosystemen wie dem Amazonas, Cerrado und Chaco führt.

Der negative Einfluss der Soja-Produktion wird von Organisationen wie Amazon Soy Moratorium reduziert. Auch Unilever ist in aktiver Zusammenarbeit mit verschiedenen Branchen und NGO-Interessengruppen, um einen Stopp bei der Abholzung des Cerrado zu fordern. Unilever ist führend im Kauf und der Verwendung von Soja-Öl aus nachhaltigem Anbau, wie zum Beispiel in der Hellmanns Mayonnaise verwendet und bei der aktiven Förderung von nachhaltigen Beschaffungsmanagement.

Die Nachfrage nach Soja als Tierfutter zu senken, ist ein ausschlaggebender Faktor, um die Abholzung durch Soja-Produktion abzuschwächen. Der Wechsel zu einer pflanzenbasierten Ernährung, inklusive Soja, führt zu einer kleineren Nachfrage für Soja als Tierfutter, indem der Druck auf das fragile Ökosystem sinkt. Dies führt ebenfalls zu einer erhöhten Nachfrage für nahrhaften Protein-Quellen.

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Kleiner Steckbrief zur Verwendung von Soja-Bohnen:

  • Passt gut zu: Tikka Massala, Madras Curry, Shiso Green, Tahitian Vanille, Ingwer, süssem Paprika Pulver
  • Kann gut verwendet werden in: Salaten, Nudelgerichten, Reisgerichten, Snacks, Eintöpfen 
  • Kochmethoden: gedünstet, gekocht, püriert, getrocknet, fermentiert
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